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Leben ohne Haushaltsgeräte

8. Februar 2012
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eigentlich eine gute Idee. Es spart nicht nur Strom sondern auch gleich eine Menge anderer ethischer und ökologischer Probleme: es gibt keinen Hersteller, der ethische Standards setzt, obwohl ‚white goods‘ (Großelektro wie Herd, Kühlschrank etc.) und auch Kleingeräte inzwischen fast ausschließlich in Asien, speziell in China, gefertigt werden. Ihre Herstellung verbraucht Energie und Ressourcen, die Lacke und andere Materialien in den Geräten sind mit Sicherheit nicht umweltfreundlich, die Geräte werden dann um den Globus geschippert und Recycling ist auch nur für die Metallteile möglich.  ABER…

wir haben das diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir als echte Foodies uns vom Luxus eines schönen Herds und eines Kühlschrankes nicht trennen können. Was für ein Dilemma auch, denn wenn man lokal essen möchte, muss man auch einmachen und einfrieren, aber das geht nun mal nicht ohne… dazu kommen für die feineren Genüsse (z.B. hausgemachte Mayonaise) ein elektrischer Quirl und eine kleine Küchemaschine, Pürrierstab, Küchenwaage… und schon hat man doch einen ganzen Fuhrpark, den man nicht missen möchte.

Immerhin benutzen wir keinen Fernseher, das Kind muss mit dem ersten iPod und Nintendo auskommen (und sie pfleglich behandeln, damit sie es lange machen), und Computer werden auch bis zum letzten Atemzug am Leben gehalten. Doch so richtig glücklich macht das noch nicht. Wahrscheinlich aber ein Problem, das wir nur durch Öko-Labels lösen können. Denn noch gibt es einfach keine Auswahl für uns Konsumenten.

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3 Kommentare leave one →
  1. 18. Juni 2012 16:37

    Sogar meinen Kühlschrank habe ich ersetzt – es fing an im Winter, da packte ich einfach die zu kühlenden Lebensmittel auf den Balkon. Im Sommer geht das natürlich nicht. Jetzt habe ich eine Auto-Kühlbox und eine 80 Watt-Solaranlage, die am Balkon befestigt ist. Wenn die Sonne am meisten brezelt, kühlt der Apparat entsprechend stärker. Eine Speicherbatterie möchte ich mir trotzdem noch zulegen, da es in der Box Abends zu warm wird (>10°C). Auf jeden Fall habe ich jetzt weniger Zeug im Kühlschrank, was eh nur vergammeln würde. Und die Hausverwaltung habe ich angefragt, ob ich die Solarmodule auf dem Dach befestigen darf.
    Viele Sonnengrüße

  2. 5. Juni 2012 23:23

    Genau das tun wir: ausprobieren, wie es ist, wenn man Dinge mal wegpackt und eine Weile ohne sie auskommt. Ob das klappt hängt natürlich auch davon ab, was für einen Haushalt man führt, und welche Gewohnheiten einem so lieb sind, dass man sie nciht aufgeben möchte…
    Immerhin, ein Laster habe ich abgelegt, von dem ich dachte, ich könnte das nie: die tägliche lange heiße Dusche. Auch ein Fortschritt: inzwischen fühle ich mich auch mit kaltem Waschen wohl und brauche die Dusche nur noch ab und zu. Man darf sich nur nicht dazu zwingen, dann geht es irgendwann von ganz allein.

  3. josh permalink
    3. Juni 2012 11:37

    interessante diskursion, wann hatte die denn stattgefunden – vielleicht können wir dies fortsetzen?
    vor jahren war ich mal regelmäßig im inneren süden portugals, freunde hatten ein haus dort, ohne wasser, gas und strom. es zeigte, wie wit man wirklich rduzieren kann, auch wenn man es sich aus städter-sicht nicht vorstellen hätte können. ich war beim 1.besuch so überwältigt, dass ich immer wieder hingefahren bin.

    quirl/pürierstab kann man leicht ersetzen; waage gibt es ohne strom&plastik; sibylle erzählte, dass sie ohne kühlschrank lebt. ich habe meinen zumindest grad auf „1“, eigentlich ist kaum was drin. ob es ohne ginge könnte ein jeder ja einfach mal probieren: indem er dies oder das ausschaltet, mal eine weile nicht benutzt, vielleicht gleich mal aus der whg. schafft.

    würd mich freuen, den diskurs hier/am offenen abend nochmals anzustossen. lg j

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