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Bericht vom 1. ‚Kerngruppentreffen‘

7. Januar 2013

Im Dezember haben wir versucht, zum ersten Mal ein richtiges Kerngruppentreffen zustande zu bekommen (Die Basis der ‚core-group‘ ist die Idee, dass aus jedem Projekt 1-2 Leute kommen, um gemeinsam die Transition-Initiative weiterzuentwickeln und sich über Erfolge, Erfahrungen und Probleme in den Projektgruppe auszutauschen). Im Vorfeld war deutlich geworden, dass es in TT Pankow an transparenten Entscheidungsstrukturen fehlt, weil im ersten Jahr alles einfach so gewachsen ist, wie die Interessenlagen waren. Bestimmend für die Entwicklung der Initiative waren, wie so oft in solch ‚basisdemokratischen‘ Gruppen, diejenigen, die aktiver, zielgerichteter oder einfach bestimmter waren. Spätestens bei den ersten Konfliktsituationen, die daraus irgendwann zwangsläufig entstehen, werden die Schwächen solcher unausgesprochener Machtverhältnisse dann deutlich. Das sollte also nun geändert werden. Es waren allerdings nicht alle Projekte vertreten und die Vertretung der Gruppen war weniger durch interne demokratische Absprache bestimmt als dadurch, wer bisher am meisten Verantwortung übernommen hatte: da ist noch einges zu verbessern.

Auf dem Treffen haben wir zunächst eine Übung ausprobiert, die sehr einfach aber doch wirkungsvoll ist: auf einer Linie, die einen fliessenden Verlauf zwischen kaum vorhandener und hoher Resilienz darstellt, haben wir einfach die Zahlen 2011 (zu Beginn unserer Reise) und 2012 (jetzt) eingetragen und uns dann erzählt, wie wir zu unserer Einschätzung kommen. Das hat geholfen, zu reflektieren und zu kommunizieren, was sich in Bezug auf den angestrebten Energie- und Kulturwandel für uns persönlich und für TT Pankow und für unser Umfeld in der Stadt getan hat, und was evtl. in Zukunft mehr Gewicht haben sollte. In einem Jahr können wir dann das Papier wieder hervor holen und 2013 eintragen…

Dabei ist vor allem zweierlei klar geworden:

– wir kennen uns untereinander noch längst nicht so gut wie man nach einem Jahr der Zusammenarbeit meinen könnte. Daraus entstehen zuweilen Spannungen, für die wirkungsvolle Methoden der konfliktbereinigenden Kommunikation fehlen. D.h.: TT Pankow sollte sich in 2013 um ‚heart& soul‘ mehr kümmern, mehr Zeit bieten für das Miteinander und sich intensiver mit Strategien beschäftigen, wie man in Gruppen effektiv und demokratisch zusammenarbeiten kann.

– TT Pankow hat zwar für die Einzelnen viel, für die Initiave als Gemeinschaft und für unsere Nachbarschaften kaum etwas bewegt. D.h.: TT Pankow sollte in 2013 Wege finden, das Umfeld mehr zu informieren und einzubeziehen, damit die Wende nicht auf uns ‚Eingeweihte‘ beschränkt bleibt.

Weiter sind wir nicht gekommen, die konkrete weitere Entwicklung bleibt also vorerst weiter dem überlassen, was sich so ergibt. Weitere Treffen wären nötig, um da zu einer besseren Struktur zu finden, aber fehlt an Entusiasmus und Zeit dafür. Es sind einfach zu viele andere Prioritäten in unseren Leben, seien es Kinder, Erwerbsarbeit, oder schlicht Freunde und Freizeit außerhalb von Transition… so bleibt es beim organischen Prozess, solange, bis der Bedarf und das Engagement eben ausreichend gewachsen ist.

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One Comment leave one →
  1. 11. Januar 2013 16:58

    auch dies – ausgezeichnet tolle einsichten und verspricht viel gutes fuer die zukunft einladend und offen…. sehr attraktiv! – ich bin wirklich beeindruckt

    als ich bei dem einen treffen bei euch war fuehlte ich mich – eingestanden – etwas verunsichert weil es schien als seien da leute die sich kennen und zusammen was machen. ich wohne ja eine ecke weg und hatte nicht die kraft daran auch nur zu denken, oefters mal so weit zu fahren um an etwas teilzunehme, wo die leute sich schon eng zusammengeschlossen haben und ich irgendiw outsider waere- doch interessant wie es anders rueberkommen kann als es ist damals suchte ich auch nach arbeit, unternahm einige gescheiterte versuche in bezug auf kommune und war immer noch recht fremd hier – wusste also gar nicht wie es mit meiner eigenen zeit und kraft stehen wuerde hatte dann noch mit daria kontakt – aber das ging dann auch nicht weiter… nur mit nikolai hat der kontakt nicht abgebrochen, selten aber eben doch….

    vielleicht wirft mein gestaendnis ein bisschen hilfreiches licht ….

    wie gesagt – bis morgen Annadora Claire

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