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Bericht von der Veranstaltung zu ethisch-ökologischer Mode

15. April 2014

Am 10. April, sieben Uhr Abends, jeder mit einer schönen warmen Tasse Tee in der Hand. Carina, Designerin und Begründerin des Labels Aluc ( http://aluc.eu/ ), stellt in einem abwechslungsreichen, lockeren und mit vielen Fragen und Diskussionen unterbrochenen Vortrag vor, welche Initiativen es für die Erzeugung von ökologischer und fairer Bekleidung gibt und was sich in Berlin gerade tut.

Wenn man anfängt, über die Auswirkungen des eigenen Konsums nachzudenken, kann man schon viele Lösungen im Bereich Ernährung oder Verkehr finden, die sich zur Zeit immer mehr verbreiten. Aber wenn es darum geht, sich neue Kleidung zu kaufen, fängt es an, etwas schwieriger zu werden. Kann man schöne, faire und ökologische Kleidung finden, ohne gleich das ganze Portmonee da zu lassen?

Hierzu war Carina mit vielen Antworten gekommen: Upcycling-Mode nutzt Stoffe, die sonst verbrannt oder weggeschmissen werden für die Herstellung der Bekleidung. Ganz neu gibt es nun auch in Berlin eine Kleiderei für die gemeinsame Nutzung von Klamotten ( http://reset.org/blog/kleiderei-eine-bibliothek-fuer-kleidung ). Im Second-Hand-Laden, auf dem Flohmarkt, beim Kleider-Kreisel, aber auch in den Umsonst-Läden oder bei ‚Bis es mir vom Leibe fällt‘ wird die Lebenszeit von Kleidern verlängert. Und schließlich verwendet Recycling die Fasern alter Kleidung, um daraus schöne, neue Stoffe herzustellen. … Lösungen sind da und entwickeln sich immer mehr, aber brauchen auch die Aufmehrsamkeit und Wachsamkeit von allen, um nicht durch das ‚greenwashing‘ der großen Labels wie H&M die guten Ansätze so lange aufgeweicht zu bekommen, bis die wesentlichen Bestandteile nicht mehr nachzuvollziehen sind: faire Arbeitsbedingungen, gesunde Herstellung (für Mensch und Umwelt), kurze Transportwege, lange Haltbarkeit und größtmögliche Transparenz für die Käuferinnen.

Die nächste Gelegenheit, um Bewußtsein zu schaffen, ist der ‚Fashion Revolution Day‘ am 24 April, genau ein Jahr nach der Katastrophe in einer Fabrik in Bangladesh (www.fashionrevolution.org).
Um die Neugier der Leute zu wecken, haben wir Fotos gemacht für die Kampagne #insideout, bei der die Bekleidung auf links gedreht wird, um die Marke zu zeigen. Die Hersteller werden gefragt: Wer hat dieses Kleidungsstück gemacht? Die Bilder werden mit der Facebook-Seite (https://www.facebook.com/fashionrevolution.org) verlinkt. So sollen die Leute verstehen, dass hinter jedem Stück Leben und Geschichten stehen. Wer hat dieses T-Shirt oder diese Jeans in der Hand gehabt, wer hat den Rohstoff erzeugt, und welchen Einfluss hat das auf unser Leben…? In einem schönen Siebdruck-Workshop haben wir außerdem das Logo und den Schriftzug auf Teile aus dem Schenkraum im Leila gedruckt.

Spät sind die begeisterten Zuhörer mit tollen selbst gedruckten T-Shirts und Sweatshirts nach Hause gegangen mit einer Frage an das Gewissen der Welt: „Who made your Clothes?“ … und werden bestimmt den Upcycling Laden ( http://upcycling-fashion.com/ ) bald besuchen.

(Wir danken Louise für den Bericht)

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