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Bericht vom Heldenmarkt 2014

21. November 2014

Wieder einmal Heldenmarkt, wie schon in den vergangenen Jahren mit den unterschiedlichsten Ausstellern zu bald allen Bereichen des Lebens: Finanzen und Versicherung, Lebensmittel und Entwicklungshilfe (oft kombiniert in Form von Schokolade und Kaffee), Kleidung und Schmuck, Kultur und Kreativität, Stadtgärtnern und Umweltschutz, Hygiene und Kosmetik, Strom und Gas, Bauen und Möbel, neue Industrien und Handgemachtes… und es war soviel Publikum da, dass man kaum an die Stände kam. Nachhaltiger Konsum interessiert und mit dem richtigen Kleingeld kann man inzwischen sehr gut ein ökologisch-ethischer Konsument sein.

Was bedeutet das für den Transition-Wandel? Natürlich wollen wir die Konsumwende: bessere Produkte für uns und die Umwelt, Leben ohne dass Verbrauch gleich Umweltverbrauch und Ausbeutung bedeutet. Und es ist zu erwarten, dass in Zukunft die Dinge günstiger werden, wenn sie, wie auch schon bei Bio- und Transfair-Lebensmitteln, in die regulären Geschäfte kommen. Außerdem sparen wir natürlich auch Geld: ein haltbares Paar Socken statt fünf, die beim ersten Tragen Löcher bekommen: da ist der Preis schon fast derselbe. Können wir uns jetzt also beruhigt hinsetzen und nur noch genießen?

Die Antwort ist wohl: teils, teils. Es ist toll, zu sehen, wie viel sich bewegt hat und in Bewegung ist. Toll, dass es Alternativen gibt zu den anonymen Konzernen, die auf finanzielle Effizienz aus sind und nicht auf die Bedürfnisse der Menschen. Aber Transition-Wandel bedeutet auch, dass wir vor Ort mehr gemeinsam tun. Dass wir nicht nur konsumieren, sondern auch machen und wissen. Wissen, wo die Dinge herkommen, wie sie gemacht werden, wer sie macht, und ob wir sie wirklich brauchen. Selbst machen, nicht im Sinne von autarker Selbstversorgung, sondern weil es stolz und glücklich macht, wenn man das kann. Gemeinsam tun, weil es zusammen mehr Freude macht und weil gute Beziehungen die Grundlage für eine resiliente, also widerstandsfähige, Person sind. Und teilen und schenken statt nur kaufen, weil uns das mit anderen verbindet.

In diesem Sinne: Es ist schon viel geschafft, aber wir können noch viel mehr gemeinsam tun. Packen wir’s an.

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