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#dclass – Konferenz jetzt für alle im Netz

14. März 2015

Am 21. und 22. Februar 2015 hat in Berlin die #dclass-Konferenz stattgefunden, bei der innovative Leute aus den Bereichen Bildung und New Economy zusammen gebracht wurden, um sich mit dem Thema „New Education for a New Economy“ zu beschäftigen. Das Ganze wurde von Freiwilligen organisiert, der Eintritt kostete für die über 500 Besucher nur „Karma“ (d.h. gute Taten, entweder durch Mithilfe bei der Konferenz oder durch Aktivitäten anderswo), und 490 Euro für die 23 Sponsoren.

Auf der Webseite kann man nun nach und nach auf Videos sehen, was die Speaker auf der Konferenz erzählt haben und wie gut die Stimmung dort war. Das Publikum war gebannt, entspannt und oft auch amüsiert. Es haben sich viele kleine Diskussionen überall ergeben und es lag eine gewisse Euphorie in der Luft, aus der in den kommenden Wochen und Monaten sicher noch einiges an guten Ideen und Projekten enstehen kann. Das Format des ‚Speak-out‘, das ohne die bei Konferenzen üblichen langen, trockenen Monologe auskommt, war wirklich erfrischend. In kurzen, prägnanten und recht persönlichen Vorträgen haben die Sprecher darüber erzählt, was sie wirklich bewegt und was sie machen. Nicht alles davon muss man gut und richtig finden, aber es ist sicher trotzdem ein paar Überlegungen wert.

Das Finanzierungsmodell der ‚Karmaphilosophie‘ des Initiators Van Bo Le-Mentzel (ja, der mit den Hartz-IV Möbeln) ist in der Bilanz aufgegangen, so dass den vielen Speakern des Bar-Camps nun doch ihre Fahrtkosten erstattet werden können. Im Einzelnen waren Verantwortung, Arbeit und Entscheidungsmacht jedoch nicht immer ausgeglichen verteilt, denn das Kernteam, das sich bei den informellen Treffen bald herausgebildet hat, hatte überproportional viel zu tun (oder an sich gezogen, je nach Perspektive) im Verhältnis zu den anderen über 400 Besuchern. Im Gegenzug war die Kommunikation mit denen, die nicht zum Kern gehörten, nicht immer so gut, so dass es einige unnötige Missverständnisse und Reibungsverlust gab. Ein Anlass, daraus zu lernen und für die Zukunft an besseren Kommunikations-tools zu arbeiten. Trotzdem hat am Ende alles super geklappt, es gab kaum Pannen und man konnte keinen Unterschied feststellen zu professionell gemanagten Events, die oft mehr als doppelt so lange Vorbereitungszeiten haben und mit sehr viel mehr Geld sehr viel weniger zustande bringen.

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