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Neues zur Planung am ‚Pankower Tor‘

9. März 2016

Gestern Abend hatte der ‚Verein für Pankow‘ zu einer Informationsveranstaltung geladen. Das Interesse war so groß, das längst nicht alle in den Saal passten. Die Pläne sind hier zu sehen: http://www.morgenpost.de/berlin/article207138579/Am-Pankower-Tor-entsteht-ein-neues-Stadtquartier.html

Stellvertretend für TT Pankow habe ich sowohl für das Pankower Tor als auch für das neue Stadtviertel Elisabeth-Aue nachgefragt, wie es mit der zukunftsfähigkeit der Planungen aussieht.

Aus den Antworten wurde deutlich, dass am Pankower Tor weder eine Fahrradstrasse, noch an eine Anbindung für Rad- und Fußverkehr Richtung Bornholmer Strasse/ Mauerweg geplant ist. Autofreies Wohnen ist leider auch nicht vorgesehen, obwohl es sich bei dieser Lage doch anbietet. Und auch die Straßenbahn ist nur noch als Vorhaltefläche im Plan, eine Anbindung nach Heinersdorf anscheinend vom Tisch. Statt dessen gibt es noch immer ein großes Parkhaus und riesige Parkplätze beim neuen Möbel-Center für die ca. 3500 Fahrzeuge, die dort täglich hinfahren sollen.
Die neue Grundschule liegt genau dort, wo es bereits vier Grundschulen gibt und die Kinder des neuen Viertels werden leider über die stark befahrene Berliner Strasse müssen, um dorthin zu kommen. Wahrscheinlich werden die 400 Plätze bei 1000 geplante Wohnungen und weiterer ‚Schließung von Baulücken‘ in Pankow für sie aber eh zu knapp sein. Auf der Ostseite sollen die bis zu 1200 Pankower Sekundarschüler unter dem Autobahnzubringer hindurch zu ihrer neuen Schule, leider ohne besagt Fahrradstrasse für einen sicheren Schulweg. Beider sieht es also erstmal für die soziale Integration der Neu-Pankower nicht so gut aus.
Auf die Frage nach dem Ausgleich der Flächenversiegelung, z.B. durch begehbare Gründächer kam nur das Versprechen, dass man schon keinen Murks bauen werde. Ein wenig konkreter hätte ich das schon gern gehabt.
Immerhin: das Einkaufszentrum mit 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll nun am gut an den ÖPNV angebundenen Westende des Geländes entstehen, man hofft dass ca. 90% der Shopper ohne Auto kommen. Auch die 1000 Fahrradstellplätze sind sehr positiv. Und auch die Querungen für Radfahrer und Fußgänge unter der Bahn durch sind ein Plus, das man nicht unterschlagen sollte. Hoffen wir, dass die Tunnel dann wirklich so sicher und sauber werden, wie versprochen.
Da das Ganze nun in die Ausschreibung geht, werden wir nur noch wenig Einfluss haben. Wer sich an einem Gegenentwurf zu den Architekten beteiligen möchte, kann sich gern melden. Ich würde sehr gern einen Workshop machen, bei dem wir ein Alternativmodell bauen, das wir dann medienwirksam übergeben können.

In der Elisabeth-Aue ist alles noch voll in Expertenhand und wird geprüft, untersucht und begutachtet. Es soll eine ‚Gartenstadt‘ werden und natürlich werde man an moderne Technik denken, wenn die Energieversorgung und das Abwassersystem geplant würden. Am 12.3. , also diesen Samstag, findet dazu eine Bürgerwerkstatt statt, an der sich hoffentlich viele beteiligen werden: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/kalender/kalender_detail.php?date=03-2016&selection=tag&selection_start=12&id=4560

Am Schönsten war an diesem Abend, dass ich mit den Umweltbedenken nicht allein war und es einen schönen Applaus aus dem Publikum für meine Frage gab.

Bericht von Maike

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