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Gewächshaus der Kultur

Projektträger:    Karuna e.V., Kinder- und Jugendhilfe (Jörg Richert, Gabriela Schützler)
Kooperationspartner: Freie Integrative Montessori-Grundschule Pankow Sternenwiese, Transition-Town-Pankow
Projektzeitraum: 05.08.2013 – 29.06.2014
TeilnehmerInnen: 10 – 15 Grundschulkinder der Klassen 4 – 6

Vorlauf: Von Februar – Juni 2013 gibt es die Nachmittags-AG ‚Gartenbaupiraten‘ für alle SchülerInnen der 3. -6. Klasse der Freien Integrative Montessori-Grundschule Pankow Sternenwiese. Es werden selber Pflanzen gezogen, vieles über Nutzpflanzen und Bienen gelernt, Hochbeete für einen kleinen Schulgarten angelegt, mit wieder verwertbaren Materialien gearbeitet, und gezeichnet, gemalt und gebastelt. Dabei sollen die Kinder das “Nasse Dreieck“ in der Brehmestrasse als zukünftigen Naturerfahrungsraum kennen lernen (geplant von Bezirk und Senat ab ca. 2016). Einbezogen werden Erzieher, Eltern, Anwohner und andere Menschen, die etwas zur Gartenarbeit, zu Tieren und Pflanzen in der Stadt erzählen können. Außerdem gibt es einen Austausch mit der Gemeinschaftsschule in Buch und eine Zusammenarbeit v.a. in den Ferien, in denen ein gemeinsames Programm sattfindet.

Projektkonzept: Anhand fachübergreifender Teilprojekte (Kunst·Natur·Demokratie·Urbanität) beschäftigt sich das Projekt mit einer sozialen und ökologischen Brache, im Übergang vom Osten zum Westen in Berlin-Pankow, genannt das “Nasse Dreieck“. Die vor Ort anzutreffenden Themenbereiche (Kinder im urbanen Umfeld, Obdachlosigkeit, Hundebesitzer, Stadtplanung, Stadtökologie, Urban Gardening, Schulgarten, Naturerfahrungsraum, Mauer, Müll oder Recycling) werden durch die Methoden der Recherche und der ästhetische Forschung von den Kindern unter Anleitung der Künstlerin und Initiatorin Susanne Balmus-Krug partizipativ und interdisziplinär erarbeitet und in einen neuen Kontext gebracht. Mithilfe künstlerischer und naturnaher Handlungsstrategien bekommen die Kinder die Gelegenheit, durch demokratische Partizipation in sozialpolitische Verantwortung hineinzuwachsen. Kinder sind neugierige Experten des Alltags. Sie können im Austausch mit den Erwachsenen ihre subjektiven Erfahrungen in das gemeinsame Ziel einer lebenswerten Zukunft einbringen. Soziale Kompetenzen und ein Bewusstsein für Zusammenhänge sollen mit diesem interdisziplinären Projekt gestärkt und gefördert werden. Als Projektergebnis wird mit dem “Gewächshaus der Kultur“ ein temporärer, interdisziplinärer Ausstellungsraum entworfen und aus Recyclingmaterial erbaut in dem die Kinder ihre Ergebnisse selber präsentieren.
Kooperationspartner ist die Anwohnerinitiative Transition Town Pankow (Koordiniert durch Maike Majewski), die zusammen mit Experten für verschiedene Teilbereiche (Biologin, Imker, Umweltpädagoge u.a.) die Anleitung für die Gestaltung eines pädagogischen Gartens übernimmt. Lernbegleiter, Erzieher, ehrenamtlich tätige Eltern begleiten das Projekt durch pädagogische und kreative Unterstützung. Nachbarschaftliche Strukturen und Arbeit im Kiez werden dabei als soziale Interaktionen bewusst mit eingesetzt. Weiterhin wird im Verlauf des Projekts ein reger Austausch mit der Montessori-Gemeinschaftsschule Berlin-Buch und den beiden Montessori-Kinderhäusern und weiteren Schulen in Pankow und Wedding angestrebt. Getragen wird das Projektprogramm durch den Kooperationspartner Karuna e.V., vertreten durch Jörg Richert und Gabriela Schützler (Geschäftsleitung).

Zur Künstlerin: Susanne Balmus-Krug verfügt über eine mehr als zwanzigjährige Berufspraxis als Bühnen- und Kostümbildnerin an verschiedenen Bühnen, Stadttheatern und Off-Theatern in Deutschland (Stadttheater Hildesheim, Studiobühne Staatsschauspiel Dresden tif, Stadttheater Zwickau, Hebbeltheater Berlin), der Schweiz (Stadttheater Bern, Kleintheater Bern, Basler Theater, Stadttheater Luzern – insgesamt 10 Jahre) und Österreich (Hochschule für darstellende Kunst Wien, Taschenoper Wien). Als Ausstattungsleiterin des Stadttheaters Hildesheim war sie Schnittstelle zwischen Werkstattpersonal, Gastbühnen- und KostümbildnerInnen , Verwaltung und Theaterleitung und mit vielen weiteren Aufgaben betraut, wie Vorsitz von Werkstattsitzungen, Teilnahme an wöchentlichen Leitungssitzungen, Werkstattbetreuung, Betreuung von Assistenten und Praktikanten, Schulen und Schultheaterprojekten, Mitgestaltung, Mitorganisation und Umzugsmanagement (Theaterraum/Bühne, Ausgliederung bühnennaher Werkstätten) in eine ehemalige Panzerhalle und zurück in das vollständig sanierte Theater. Daneben entwarf und realisierte sie zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme im Bereich Schauspiel, Oper, Musical, Ballett, Kinder- und Jugendtheater und kleinere Studioproduktionen.

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