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Projekte

Wir stellen auf unserer Seite nicht nur Projekte vor, die gerade laufen (aktuelle Projekte), sondern dokumentieren auch, was gewesen ist (Projekt-Archiv) und was bisher nur eine Idee oder ein Plan blieb (Ideen und Pläne). Transition bedeutet auch, dass man offen mit seinen Erfahrungen umgeht. So können andere vorhandene Ideen nutzen und an ihre Bedürfnisse anpassen. Sie können wir aus unseren Fehlern und Erfolgen lernen. Und wir bieten allen Menschen in der Nachbarschaft an, Projekte und Ideen zu kommentieren, Neues vorzuschlagen, in bestehende Projekte einzusteigen oder einfach etwas Eigenes aus dem zu machen, was wir hier vorstellen. Wir hoffen, dass wir unseren Besuchern so Inspiration und Information bieten können.


Was ist also ein Transition-Projekt? Woran erkennt man eine Transition-Idee? Wie entstehen Transition-Pläne?

Wesentlich ist, dass in jedem Projekt, in jeder Idee oder Aktion alle drei Ebenen vertreten sein müssen: Hand, Herz und Verstand. Es soll etwas Reales passieren, etwas Praktisches getan werden. Dabei achten wir darauf, wie es uns damit geht, denn das ‚gute Leben‘ soll nicht nur ein Ziel sein, sondern auch auf dem Weg dorthin schon Wirklichkeit werden. Aber auch der Verstand darf nicht zu kurz kommen: der größere Zusammenhang muss ebenso bedacht werden, wie die Folgen auf die Umgebung und der Effekt für die persönliche Entwicklung derjenigen, die mitmachen. Erst wenn wir mit Freude gemeinsam Dinge tun, die uns langfristig unserem Ziel der lebenswerten Post-Öl-Gesellschaft näher bringen und gut in die lokalen Gegebenheiten passen, wenn wir dabei feieren und lernen, uns weiter entwickeln und aufeinander Rücksicht nehmen, dann kommt unser Projekt dem ‚Transition‘-Ideal nahe.

Solche Projekte enstehen oft, wenn Menschen sich Zeit nehmen, gemeinsam ohne konkretes Planungsziel Gedanken zu spinnen. Dafür braucht man Muße, die heute selten geworden ist, und Orte, die Freiräume geben. Dann muss gründlich überlegt werden,  ob dieses Hirngespinst wirklich ein Schritt auf unserer Reise ist. Dafür braucht man Übersicht und fundiertes Wissen. Es muss  weiter überlegt werden, wie es konkret aussehen könnte. Dafür braucht man Realismus. Nun kann man sich daran machen, auszuprobieren, ob und wie man es vor Ort umsetzen kann. Dafür braucht man gute Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten und Fertigkeiten, die vom handwerklichen Können bis zur finanziellen Kalkulation gehen. Schließlich muss sich auch eine Gruppe finden, die sich miteinander dafür einsetzen möchte. Dafür braucht man Energie und soziale Fähigkeiten, gute Selbsterkenntnis, Respekt für eigenen Grenzen und die der Anderen, und eine sehr gute Kommunikationskultur. Wenn das Projekt erstmal existiert, dann müssen diese Menschen immer wieder diskutieren, ob das Projekt noch das richtige Ziel verfolgt, und wie man aus Fehlern lernen und die Erfahrungen anderer berücksichtigen kann. Dafür braucht man Geduld, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Flexibilität und Neugier.

Viele Ideen  bleiben schon am Anfang stecken, oft aus gutem Grund. Doch wenn sie es bis zum Ende schaffen, dann kommt dabei eine echte Bereicherung heraus für diejenigen, die sie gestalten, für ihr Lebensumfeld und für unsere Zukunft.